Wie hat sich die Arbeitswelt in Zeiten von Corona verändert?

Home-Office 2020

Durch die Coronakrise wurde das Leben der meisten Menschen auf den Kopf gestellt. Nicht nur alltägliche Dinge wie Einkaufen, Essen gehen und Arzttermine haben sich grundlegend geändert, sondern auch die Arbeitswelt. Während die Arbeitslosenquote auf etwa sechs Prozent stieg viele Beschäftige in Branchen wie der Gastronomie – zumindest vorübergehend – arbeitslos wurden, konnten viele andere zwar ihren Job behalten, mussten sich jedoch auf grundlegende Veränderungen einstellen.

Die Arbeitswelt im Wandel

Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie arbeiten viele Beschäftigte im Homeoffice. Natürlich ist dies nicht für alle Tätigkeiten möglich, jedoch können viele Büro- und Versicherungstätigkeiten auch zu Hause erbracht werden – sofern ein Computer und Internet vorhanden sind. Selbst Arbeitgeber, die sich früher nur ungern auf eine Homeoffice-Tätigkeit eingelassen haben, sind nun bereit für diesen Wandel. Studien zeigen, dass seit Mitte März fast jeder zweite Beschäftigte zumindest tageweise im Homeoffice arbeitet.

Die Auswirkungen für Arbeitgeber und Unternehmen

Die Zunahme des Homeoffice bringt natürlich viele Herausforderungen für Arbeitgeber und Unternehmen. Ein großes Problem ist zum Beispiel die Sicherheit. Hacker und Cyberkriminelle sind besonders während der Krise so aktiv wie noch nie zuvor. Deshalb sollte unbedingt eine geeignete IT-Infrastruktur aufgesetzt werden. Dazu zählt zum Beispiel, eine VPN-Verbindung einzurichten, so dass der Datenverkehr darüber verschlüsselt werden kann. Falls dies nicht möglich ist, können auch andere Cloud-basierte Dienste eingesetzt werden. Auch sollte darauf geachtet werden, dass Anti-Virensoftware verwendet und regelmäßig upgedatet wird. Die Arbeitnehmer sollten zudem darauf hingewiesen werden, komplexe Passwörter zu verwenden und keine unbekannten E-Mails zu öffnen.

Auch sollte der regelmäßige Kontakt zu den Arbeitnehmern aufrechterhalten werden, wie zum Beispiel durch Teammeetings und Video-Einzelgespräche. Auch ist es von Vorteil, eine Kultur der Digital Leadership zu fördern, die auf Orientierung und Vertrauen beruht. Unternehmen sollten dabei auf Prinzipien wie Vernetzung, Offenheit, Partizipation und Agilität setzen. Es ist von großer Bedeutung, den Fokus auf die einzelnen Mitarbeiter zu legen, Entscheidungen transparent zu kommunizieren und gegenseitige Erwartungen offen festzulegen.

Mehr Informationen zum Thema Coronavirus und die Auswirkungen auf Unternehmen sind im Artikel von Haufe zu finden.

Die Vorteile und Herausforderungen des Homeoffice

Viele Arbeitnehmer lieben das Homeoffice, da sie dadurch Zeit und Geld sparen. Der Arbeitsweg wird beträchtlich verkürzt und man kann mittags zu Hause essen, was die Ausgaben auf Dauer erheblich verringert. Für viele Arbeitnehmer bedeutet dies auch flexiblere Arbeitszeiten und erhöhte Produktivität, da sie dann arbeiten können, wenn sie ungestört sind und weniger Ablenkungen haben.

Damit jedoch das Arbeiten im Homeoffice zum Erfolg wird, ist eine Eigenschaft besonders wichtig: Selbstdisziplin. Die Arbeit im Homeoffice läuft auf Vertrauensbasis, deshalb sollte während der vorgegebenen Arbeitszeit auch wirklich gearbeitet werden und zum Beispiel keine Hausarbeiten erledigt oder ferngesehen werden. Viele Arbeitnehmer beklagen bei der Arbeit im Homeoffice auch sogenannte Entgrenzungserscheinungen. Das bedeutet, dass die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmt. Es sollten daher die Arbeitszeiten strikt eingehalten werden und die Privatsphäre beachtet werden. Ein guter Tagesrhythmus und die richtige Planung sorgen dafür, dass die Arbeit im Homeoffice auf Dauer Spaß macht.

Während der Coronakrise müssen sich Unternehmen und Arbeitnehmer fast tagtäglich auf neue Situationen einstellen. Da diese Situation weiterhin ungewiss ist, ist es besonders wichtig, mit dem gegenseitig in Kontakt zu bleiben, und sich zum Beispiel zu regelmäßigen Videochats mit den Kollegen zu verabreden. Dies schafft nicht nur Gemeinsamkeit, sondern hilft auch dabei, Ängste und Sorgen zu teilen, denn zum Beispiel haben ein Viertel der deutschen Arbeitnehmer Angst, ihren Job zu verlieren. Denn nur wenn Unternehmen und deren Beschäftige zusammenarbeiten, kann diese Krise erfolgreich gemeistert werden!

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