19. Mai 2024
Geld verdienen im Internet

Geld verdienen mit Produkten von Alibaba

Das liebe Geld, welches im Internet nur darauf wartet, von Dir verdient zu werden. Oder ist es doch komplizierter?

Produkte von Alibaba befüllen viele Online-Shops, doch häufig bleiben die Betreiber:innen auf den Produkten sitzen, denn sie lassen sich von dem Erfolg der Wettbewerber blenden und gehen mit völlig falschen Erwartungen an solch ein Projekt.

Auf der Plattform von Alibaba können wir uns Produkte kaufen, die denen von erfolgreichen Brands sehr ähneln, aber einen wesentlich günstigeren Preis kommen. Diese Kombination verleitet häufig Menschen dazu, dass diese sich diese kaufen, sich einen Online-Shop kaufen und nun hoffen dank eines günstigeren Preises ein Stück vom Kuchen erfolgreicher Brands abzubekommen. Ganz so einfach ist das aber nicht, denn die meisten Produkte verkaufen sich über Storytelling und den damit integrierten Emotionen.

Marketingagentur gesucht, biete Bezahlung auf Provisionsbasis

Erst heute bekam ich eine Anfrage von einem Online-Shop für Uhrenarmbänder. Ein junger Mann erklärte mir, er habe bereits schlechte Erfahrungen mit mehreren Online-Marketing-Agenturen gemacht, da er Geld bezahlt, aber damit nur „Miese“ gemacht habe.  Ein beliebter Ausweg solcher Online-Shop-Betreiber ist dann, eine Agentur zu finden, die ausschließlich auf Provisionsbasis arbeiten würde. Doch dieser Gedanke hat einen Haken.

Eine Online-Marketing-Agentur, die weiß, wie Brands aufgebaut und skaliert werden können, könnte sich selbst günstig Produkte einkaufen, ihre Marketing-Fähigkeiten einsetzen und verkaufen. Häufig kommen diese Angebote einer Zusammenarbeit auf Provision so daher, dass der Shop-Betreiber glaubt, er habe seine Arbeit mit der Erstellung des Online-Shops und dem Einkauf der Produkte gemacht, könne sich zurücklegen und eine Agentur sorgt für einen entsprechenden ROAS (Return on Advertising Spend).

Was ist ein ROAS?

Unter einem ROAS verstehen wir im Marketing, dass wenn jemand 100 Euro in Werbeanzeigen investiert und er einen Umsatz von 700 Euro generiert, dann sprechen wir von einem ROAS von 7. Er generiert also siebenmal höhere Einnahmen in Bezug auf seine Ausgaben für bezahlte Werbung bei Google Ads oder Social-Media-Plattformen.

Hier steckt der Denkfehler

Eine Zusammenarbeit mit einem Provisionsmodell ist grundsätzlich möglich und erstrebenswert, doch hier müssen zum Start schon Umsätze für zu zahlende Provisionen vorhanden sein, die für die Arbeit der Agentur aufkommen, aber gleichzeitig diese motiviert mehr zu investieren, weil das Potenzial für Wachstum erkannt wird.

Content-Creation gibt es nicht geschenkt

Jedoch liegen noch weit mehr Denkfehler vor, denn um erfolgreiche Werbekampagnen mit Bildern und Videos machen zu können, benötigt es entsprechende Shootings und Arbeiten von Mediengestaltern, um diese Kampagnen starten zu können. Es reichen nicht die mitgelieferten Produktbilder, die Anbieter auf Alibaba zur Verfügung stellen. Um den Conversionzauber entfachen zu können, braucht es kreative Mediengestaltung und bei dem Beispiel der Uhrenarmbänder ist die Zusammenarbeit mit Influencer:innen oder UGC-Agenturen zielführend.

Marketingbudget oder Eigenleistung muss eingeplant sein

Die Organisation, Kommunikation und Durchführung von Werbekampagnen benötigt vor dem Start einiges an Zeit und dies ist ein Investment, welches Gründer von Online-Shops einplanen müssen. Dieses Investment kann sowohl in Form von Ausgaben für entsprechende Agenturen und Dienstleister eingeplant sein oder als auch als Eigenleistung. Diese Eigenleistungen sind in den meisten Gesprächen, davon führe ich seit mehr als 10 Jahren so einige, nie eingeplant.

Der Online-Shop wird günstig über den billigsten Anbieter erstellt, beim Hosting und der damit verbundenen Performance und Ladezeit wird gespart, Suchmaschinenoptimierung wird vernachlässigt und dann wird sich auf den günstigen Preis und die billig eingekauften Produkte von Alibaba verlassen.

Kommen wir noch mal zurück zum Beispiel, denn der Online-Shop-Besitzer mit seinen Uhrenarmbändern nannte mir eine Summe in Höhe von 4.000,- €, die er bereits in mehrere Agenturen gesteckt habe, ohne Erfolg.  Meine Antwort lautete: „Das ist nichts!“ Natürlich sind 4.000,- € viel Geld und durchaus ein Budget, um zum Start wenigstens einen Teil der Infrastruktur für erfolgreiche Werbekampagnen zu haben, doch aufgeteilt auf mehrere Agenturen kann ich das Ausmaß dieser Fehlplanung nur erahnen.

Aber es verdienen doch so viele Menschen ihr Geld im Internet

Das stimmt einerseits, aber andererseits auch wieder nicht. Viele Menschen, deren Content solche Online-Shop-Gründer:innen konsumieren, verdienen ihr Geld im Internet damit, dass sie Dir einen angeblichen Weg aufzeigen und als Coaching verkaufen, wie es schnell und einfach möglich ist im Internet ihr Geld zu verdienen.

Der Start ist denkbar einfach und motiviert Dich. Du suchst Dir ein begehrtes Produkt bei Alibaba aus, kaufst eine große Menge an Produkten für vergleichsweise wenig Geld ein, findest einen Webdesigner über Kleinanzeigen, der Dir einen optisch ansprechenden Online-Shop mit einem Template für WooCommerce, Shopify oder ein anderes Shop-Tool zu einem günstigen Preis baut, kreierst Dir kostenlos ein Firmenlogo mit Canva und schon stehst Du da mit Deinem eigenen verkaufsbereiten Online-Shop.

Doch hier beginnt die Arbeit!

Wie sagte einst ein schlauer Buchautor, der eventuell auch Autor dieses Textes ist, in seinem Buch „Geduld, Schweiß und wunde Finger – Geld verdienen mit einer eigenen Website*“ in Bezug auf die Erstellung eines eigenen Blogs, mit dem Ziel auch Einnahmen zu generieren:

„Mit dem Schreiben sterben die meisten Projekte.“

Dieser wirklich schlaue und mit vielen eigenen Erfahrungen bespickte Satz lässt sich auf jedes Online-Business übertragen. Beim Online-Shop können wir das Wort „Schreiben“ mit „Marketingstrategie“ ersetzen und hätten das gleiche Ergebnis. Wenn der Online-Shop bereit ist für seinen ersten Verkauf, dann beginnt mit der Suche nach Käufer:innen die Arbeit. Je kreativer und einzigartiger ein Produkt ist, desto einfacher ist der Statt, doch bei dem Thema „Uhrenarmbänder“ braucht es nicht nur die Vorstellung des eigenen Produkts, sondern es muss sich stets mit bekannten und etablierten Brands duellieren.

Geld verdienen im Internet ist möglich, es gibt Wege, es gibt Abkürzungen, es gibt KI-Tools, doch alle Tipps und Tricks ersetzen niemals die Arbeit, die entweder in Eigenleistung oder in eingekauften Leistungen stattfinden muss. Eine bekannte Brand zu kopieren ist keine Abkürzung, denn Online-Sichtbarkeit kostet immer Geld.

Wie es denn wirklich funktioniert, das verraten wir Dir vielleicht hier an anderer Stelle.

*= Affiliate-Link | Bildquelle: Pixabay-User:in PublicDomainPictures

 

 

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