Online-Rechnungsprogramme im Vergleich: SevDesk, FastBill und Co

Das Ziel von jedem Unternehmen ist es, Gewinn zu machen. Sie erreichen dies, indem sie entweder Produkte oder Dienstleistungen anbieten. Wenn Unternehmen also ihre Leistungen anbieten, müssen sie auch Rechnungen an ihre Kunden schreiben und den Gewinn verzeichnen. Denn Unternehmen sind gesetzlich zur Aufzeichnung ihrer Geschäftsvorfälle verpflichtet. In großen Unternehmen gibt es eine ganze Abteilung inklusive Mitarbeitern, die sich mit der Buchhaltung des Unternehmens befassen. Doch kleine Unternehmen, Selbstständige oder Freelancer haben diesen Luxus nicht. Sie müssen ihre Rechnungen selber schreiben. Besonders im Zeitalter der Innovation und den Online-Medien, gibt es viele Online-Rechnungsprogramme, die mit nützlichen Features und auch mit zahlreichen Integrationen, die beispielsweise auch den Steuerberater erfreuen, daher. Bei dieser Vielseitigkeit kann man leicht den Überblick verlieren, denn jedes Programm unterscheidet sich in seinen Funktionen, seinem Preis und seinen Vor- und Nachteilen. In diesem Artikel werden die Online-Rechnungsprogramme Sevdesk, FastBill, Debitoor und easybill vorgestellt und verglichen.

SevDesk


SevDesk ist ein noch relativ junges Programm, denn es ging erst Anfang 2014 an den Start. Seitdem wächst der Kundenstamm kontinuierlich und das Programm gehört zu den Besten Rechnungsprogrammen. Das Besondere ist, dass auch mittelständische Unternehmen dieses Programm nutzen können. Bei SevDesk können die Kunden zwischen drei Paketen wählen, die auf die Größe des Unternehmens angepasst sind. Die Funktionen dieser Pakete sind sehr vielseitig und werden von Paket zu Paket mehr: vom Rechnungen schreiben über Belege digitalisieren bis hin zur Kundenverwaltung bietet das Programm alles an. Auch Mahnungen oder Gutschriften kann man mit Hilfe von diesem Programm schreiben, sodass die ganze Buchhaltung innerhalb eines Programms abläuft. SevDesk führt teilweise selbstständig organisatorische Tätigkeiten durch, wie beispielsweise ein Kassenbuch führen.

Preise

Das günstigste Paket kostet 6,50€ im Monat und bietet nur die Standard-Funktionen zur Rechnungserstellung an. Hier gibt es eine Kundenverwaltung und einen Steuerberater-Zugang dazu, sodass die Rechnungen schnell und einfach erstellt werden können. Das nächste Paket, das 13,50€ pro Monat kostet, enthält alle Buchhaltungsfunktionen. Es gibt eine digitale Belegverwaltung, eine intelligente Belegerkennung, eine USt-Voranmeldung und eine automatische Einnahmen-Überschuss-Rechnung sowei eine Gewinn- und Verlustrechnung. Im größten Paket, das Paket für die Warenwirtschaft, werden die Funktionen aus den beiden kleineren Pakten kombiniert. Zusätzlich können hier Lagerbestände verwaltet und geführt werden. Dieses Paket kostet 39,50€ im Monat.

FastBill


FastBill gibt es seit 2007 und gehört zu den beliebtesten Online-Rechnungsprogrammen für Selbstständige und Kleinunternehmen. Im Gegensatz zu SevDesk kann FastBill nicht für mittelständische Unternehmen, Vereine oder Organisationen verwendet werden. Auch bei FastBill gibt es drei Pakete zur Auswahl, die jeweils mit unterschiedlichen Funktionen einhergehen. Das Starter-Paket verfügt nur über die Grundfunktionen zur Rechnungserstellung und ist für lediglich einen Nutzer verfügbar. Es gibt kein Kundencenter oder einen monatlichen Statusreport und kostet daher monatlich 9,99€. Das Pro-Paket bietet seinen Nutzern dann weitere Funktionen, wie das Kundencenter, eine DATEV-Übertragung und eine Belegerfassung über E-Mail. Dieses Paket kostet dann 29,99€ im Monat und hat Platz für 5 Nutzer. Das Premium-Paket kostet monatlich 99,00€ und bietet alle Funktionen rund um das Thema Buchhaltung an. Es gibt die vollständige Finanzbuchhaltung mit monatlichen Statusreports und einer Vorkontierung der Belege. Bei FastBill können sich Freelancer, Selbstständige und kleine Unternehmen, angepasst an seine Größe und Mitarbeiterzahl, ein geeignetes Rechnungsprogramm aussuchen, das die individuellen Anforderungen erfüllt.

 Debitoor


Debitoor ist ein junges Programm: es wurde 2012 in Dänemark gegründet. Genau wie FastBill ist auch Debitoor eher für Kleinunternehmen und Selbstständige geeignet, denn es verfügt in den meisten Paketen über nur einen Zugang. Das kleinste Paket heißt XS und ist nur für Freelancer, Selbstständige oder Startups geeignet. Aus einem guten Grund, denn die Rechnungen, die man pro Jahr erstellen kann, sind auf 100 Stück begrenzt. Zudem gibt es in diesem Paket nur die dürftigsten Funktionen zum Thema Buchhaltung: lediglich der DATEV-Export, ein Steuerberater-Zugang und das Hochladen von Belegen ist möglich. Dieses Paket kostet 4€ im Monat, ein akzeptabler Preis für die gegebenen Funktionen. Das Paket S kostet 8€ im Monat und bietet einige Funktionen mehr an. Hier können dann 400 Rechnungen im Jahr erstellt werden und es gibt mehr Funktionen im Bereich der Buchhaltung. Mit diesem Paket können Abschreibungen und ein Gewinn- und Verlust- Bericht erstellt werden.

Das Paket M und L

An sich bieten beide Pakete dieselben Funktionen an, jedoch gibt es zwei Unterschiede: das Paket M ist auf 800 Rechnungen im Jahr begrenzt, wohingegen das Paket L unbegrenzt ist. Der zweite Unterschied ist die Anzahl der möglichen Nutzer. Im Paket M ist ein Nutzer möglich und im Paket L können direkt 3 Nutzer die Buchhaltung führen. Mit den beiden Paketen kann man auch das Banking verknüpfen, sodass eine Übersicht über all seine Finanzen entsteht. Preislich unterschieden sich die beiden Pakte jedoch sehr: das Paket M kostet 12€ im Monat und das Paket L kostet 24€ monatlich. Debitoor bietet seinen Kunden also eine Vielzahl an Variationen an, sodass für Freelancer, Selbstständige und Kleinunternehmen immer das geeignet Paket vorhanden ist.

Easybill


Easybill wurde 2008 ins Leben gerufen. Das Besondere bei diesem Rechnungsprogramm ist, dass die Pakete hier nach der Anzahl der monatlichen Verkäufe gegliedert sind. Das Basic Paket bietet, wie der Name schon sagt, nur die nötigsten Funktionen an. Man kann unbegrenzt Rechnungen erstellen, bis zu 20 Kunden speichern und hat ein eigenes Briefpapier. Das nächste größere Paket heißt Plus und ist für Unternehmen mit bis zu 500 Verkäufen im Monat geeignet. Die Anzahl der Kunden ist unbegrenzt. Hier verwaltet das Programm die Projekte und erfasst gleichzeitig die Zeit, die benötigt wird, um so die Rechnungen möglichst genau zu erstellen. Zudem gibt es hier ein kostenloses Designpaket, mit dem Briefpapier inklusive des Logos erstellt wird. Das Business Paket ist für Unternehmen mit bis zu 5.000 Verkäufen im Monat geeignet. Zusätzlich gibt es bei diesem Paket ein automatisiertes Mahnverfahren und eine Mitarbeiterverwaltung, da dieses Paket für Klein- bis mittelständische Unternehmen geeignet ist.

Preise

Es gibt noch die Business Pakete 10k, 20k, und 30k, die alle dieselben Funktionen enthalten, wie das normale Business Paket, Der Unterschied liegt bei den monatlichen Verkäufen: Das 10k Paket ist für bis zu 10.000 Verkäufe geeignet, das 20k Paket für 20.000 Verkäufe und das 30k Paket dementsprechend für 30.000 Verkäufe. Preislich gibt es eine große Differenz zwischen den Paketen. Das Basic Paket kostet monatlich 7,84€, das Plus Paket 15,84€ und das Business Paket 33,25€. Die großen Business Pakete liegen bei 49,00€ monatlich für das 10k, 69,00€ für das 20k und 99,00€ für das 30k. Easybill ist also für Freelancer, Selbstständige, Kleinunternehmen und mittelständische Unternehmen geeignet und bietet die Pakete angepasst auf die jeweiligen Verkäufe an.

Fazit

All diese Programme bieten Pakete mit verschiedenen Funktionen an, die je nach Größe des Unternehmens benötigt werden. Für Kleinunternehmen und Freelancer funktioniert im Grunde jedes dieser Programme, dort kommt es auf den persönlichen Geschmack an. Doch was mittelständische Unternehmen angeht, ist die Auswahl geringer. SevDesk und easybill sind die einzigen beiden Rechnungsprogramme, die auch für mittelständische Unternehmen benutzt werden können, da sie mehrere Zugänge anbieten und dementsprechend mehr Kunden speichern können. Zudem bieten die beiden Programme den wohl größten Funktionsumfang an, wohingegen debitoor den geringsten Funktionsumfang aufweist. Der Nachteil, den easybill im Vergleich zu SevDesk hat, ist das Fehlen der mobilen Apps. Was also die Funktionen angeht, sind SevDesk und easybill die Spitzenreiter, doch nun kommen wir zu den Preisen. Fastbill ist zwar ein gutes Programm, jedoch gibt es die meisten Funktionen erst im teuren Premium-Paket. Das Pricing bei easybill ist flexibel, es wird den enthaltenden Funktionen angepasst. Debitoor ist teurer als easybill und bietet seinen Nutzern auch weniger Funktionen an.

Das beste Online-Rechnungsprogramm

SevDesk bietet das beste Preis-Leistungsverhältnis an. Unternehmen jeder Größe können das Programm nutzen und individuell Add-ons dazu kaufen, um das Programm an ihre Bedürfnisse anzupassen. Zudem handelt es sich hierbei um ein deutsches Programm, was alleine schon für Qualität steht. Außerdem sind die Pakete funktional sinnvoll getrennt, sodass auch eine sinnvolle Preisstaffelung entsteht.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


For security, use of Google's reCAPTCHA service is required which is subject to the Google Privacy Policy and Terms of Use.

I agree to these terms.