Neue Richtlinien: Schärfere Gesetze für Spielhallen

Rund 78% der Deutschen im Alter von 16 – 65 haben schon mindestens einmal an einem Glücksspiel teilgenommen. Fast die Hälfte der Deutschen gibt jeden Monat Geld für Glücksspiele aus und rund 5% geben sogar über 100€ im Monat für Glücksspiele aus. In den rund 10.000 Spielhallen in Deutschland bieten sich auch ausreichend Möglichkeiten, um Glücksspiel zu betreiben. Selbst Jugendliche, für die Glücksspiele eigentlich verboten sind, nehmen an solchen teil. Daher führte die Regierung im Juli 2017 schärfere Gesetze für Spielhallen ein, um so die Spielsucht bei Erwachsenen und besonders bei Jugendlichen zu reduzieren. Der Erfolg dieser Gesetze zeigte sich schnell: viele Spielhallen stehen vor dem Aus.

Die Maßnahmen

Es sind elf neue Gesetze und Regelungen geplant, um auch in privaten Spielhallen die Verluste der Spieler zu regeln und einzuschränken. Es werden sowohl der Höchstverlust als auch der Höchstgewinn pro Stunde eingeschränkt. Der Höchstverlust wurde von 80 auf 60 € gesenkt, während der Höchstgewinn von 500 auf 400€ gesenkt wurde. Alle Maßnahmen zusammen sollen die Verluste der Spieler von 33 auf 20€ senken und so die allgemeine Verschuldung der Deutschen senken. Zudem sind nur noch zwei statt drei Automaten pro Gaststätte zulässig. Die Geräte müssen auch so gesichert sein, dass Jugendliche sie nicht benutzen können. Wie genau dies geschieht, ist aber noch unklar. Andere Politiker fordern eine komplette Verbannung der Spielautomaten in den Kneipen und noch strengere Gesetze.

Es sind neue Gesetze, um auch in Spielhallen die Verluste der Spieler zu regeln und einzuschränken.

Die Folgen für Spielhallen

Bereits 100 Spielhallen mussten innerhalb eines Jahres schließen und diese Zahl wird vermutlich noch steigen. Prognosen sagen, dass etwa ein Drittel der Spielhallen aufgrund der neuen Gesetze Schließen muss. Rund die Hälfte der Standorte, die Konzessionen beantragt haben, sind betroffen von den Gesetzen und stehen so unter akuter Schließungsgefahr. Sie sollen dem Spieler- und vor allem dem Suchtschutz dienen. Das Problem der Schließungen ist jedoch, dass die Spieler dazu tendieren an illegalen Online-Spielen teilzunehmen. Diese werden, genau wie Sportwetten, immer beliebter und sorgen gerade bei den Jugendlichen für eine entstehende Sucht.

Die finanziellen Auswirkungen

Der Verband die Deutschen Automatenwirtschaft warnt vor immensen Steuereinbußen, die durch die Vergnügungssteuer fehlen. Die Vergnügungssteuer variiert von Bundesland zu Bundesland; teilweise beträgt sie 20% des Umsatzes der Spielhalle. In Berlin wurde der Wert auf etwa 40 Millionen Euro geschätzt. Das Ziel des Verbandes ist die Abgrenzung von legalen und illegalen Spielangeboten, was Spielautomaten in Hinterzimmern, nicht lizenzierte Anbieter und Internetanbieter einschließt. Insgesamt sind etwa 5000 Unternehmen an der Glücksspielbranche beteiligt, man kann sich also denken, was für eine immense Summe an Geld dahintersteckt. Man spricht von etwa 2,5 Milliarden Euro an Abgaben und Steuern im Jahr. Daher ist es wichtig, einen erfahrenen Steuerberater für Spielhallenbetreiber zu haben, der sich mit der Branche auskennt und die notwendigen Steuerangelegenheiten übernimmt.

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