Was gibt es bei einem Aktienkauf zu beachten?

Insbesondere in zinsarmen Zeiten nimmt die Anlage in Aktien einen immer größer werdenden Stellenwert ein. Als Geldanlage sind Aktien für Millionen von Anlegern sehr interessant – hierbei ist es erst einmal egal, ob das Anlagekapital in einem extern gemanagten Aktienfonds oder durch den Kauf von Einzeltiteln angelegt wird. Insbesondere der selbstständige Handel mit Einzeltiteln bietet attraktive Renditen und eine hohe gestalterische Freiheit. Es gibt allerdings zahlreiche Dinge, welche beim Aktienkauf beachtet werden sollten. Der folgende Ratgeber beinhaltet wichtige Aspekte rund um den Aktienkauf und stellt damit insbesondere für Neulinge in der Welt der Aktien eine hilfreiche Orientierung dar.

Die Wahl des Unternehmens sollte gut durchdacht sein

Als Aktionär wird man Teilhaber eines Unternehmens und erwirbt damit nicht nur die dementsprechenden Anteilsscheine, sondern auch diverse Aktionärsrechte. Diese sind unter anderem die Teilnahme an der Jahreshauptversammlung sowie der Erhalt einer Dividendenzahlung. Der Erwerb von Aktien eines Unternehmens ist daher keine Angelegenheit, welche man mal eben im „Vorbeigehen“ erledigen sollte. Insbesondere Anfänger sollten sich zu Beginn ihrer „Aktionärs-Karriere“ fundierte Gedanken zur Unternehmenswahl machen. Man sollte sich genau über die jeweiligen Aktiengesellschaften informieren und sich beispielsweise in Dinge wie die Unternehmenskultur und die Unternehmenspolitik einlesen. Jeder gut durchdachte Aktienkauf benötigt daher eine gewisse Vorbereitung und als Aktionär sollte man in jedem Fall über unternehmensbezogene Kenntnisse verfügen. Unabhängig von der Tatsache, dass die meisten DAX oder auch M-DAX Unternehmen bundesweit bekannt sind, sollte man schließlich von sich behaupten können, dass man die Unternehmen, welche für den Aktienkauf gewählt werden, kennt und voll und ganz hinter ihnen steht.

Die Investition in unterschiedliche Unternehmen sorgt für Risikostreuung

Wenn Geld in Aktien angelegt werden soll, so ist das Erreichen einer Risikostreuung eines der obersten Gebote. Insbesondere für einen Anfänger wäre es fatal, wenn sämtliches Anlagekapital in ein einziges Unternehmen investiert wäre. Natürlich kann man bei einer „Einzelanlage“ auch sehr schnell hohe Gewinne erzielen, es bestehen jedoch auch Risiken, welche im schlechtesten Falle zum Totalverlust führen könnten. Derartige Risiken müssen im Bereich der Aktienanlage nicht bestehen und werden vermieden indem man stets in unterschiedliche Unternehmen investiert. Als Aktionär kann man jedoch auch unternehmensübergreifend gewissen Anlagezielen und Anlageidealen treu bleiben. So besteht beispielsweise die Möglichkeit, dass lediglich Unternehmen eines gleichen Landes, einer gleichen Branche oder gleichen Größe gewählt werden.

So viel Prozent ihres Vermögens sollten Anfänger in Aktien investieren

Da die Anlage in Aktien sehr reizvoll ist und auch schon innerhalb von kurzer Zeit spürbare Erträge abwerfen kann, müssen sich viele Anfänger „bremsen“, wenn es um die Höhe des Anlagekapitals geht. Generell ist es so, dass man Aktien nicht als kurzfristige Geldanlage sehen sollte – sie sind zwar täglich über die Börse veräußerbar, wenn man jedoch auf einen Verkauf angewiesen ist, kann dies aufgrund eines schlechten Kurses schlecht zu vermeidbaren Verlusten führen. Es ist daher extrem wichtig, dass eine gewisse Liquidität immer und unabhängig von der Aktienanlage vorhanden ist. Anfänger befinden sich zu Beginn ihrer „Aktionärs-Karriere“ auf der sicheren Seite, wenn sie nicht mehr als 10 bis 20% ihres frei verfügbaren Kapitals in Aktien anlegen. Sobald fundiertere Anlageerfahrungen gemacht wurden, besteht natürlich die Möglichkeit den Anlageanteil aufzustocken.

Bildquelle: Pixabay-User geralt

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