Digitalpakt Schule

Digitales Unterrichten

Die Schule ist eine Lehranstalt, in der meist Kindern oder Jugendlichen durch planmäßigen Unterricht Wissen und Bildung vermittelt wird. Aber was heißt denn digital? Das Wort entstammt von dem lateinischen Wort digitus und heißt übersetzt Finger. Die digitale Technik verarbeitet Informationen unter Zuhilfenahme einer begrenzten Anzahl von Ziffern. Wie diese beiden Aspekte Schule und Digitale Geräte zusammenpassen, wird anhand des Digitalpakt Schule deutlich.

Was bedeutet Digitalpakt Schule?

Mit dem Digital Pakt soll die Bildungsinfrastruktur in den Schulen verbessert werden, weil die Digitalisierung immer mehr in unsere Lebenswelt eingreift. Durch einen Beschluss aus dem Jahr 2019 wurde für dieses Vorhaben ein Betrag in Höhe von 5 Milliarden Euro vom Bund zur Verfügung gestellt, der wegen der Corona Krise und den veränderten Voraussetzungen, wie zum Beispiel Homeschooling, um weitere 1,5 Milliarden Euro aufgestockt wurde.

Wie kommt die Schule an die Förderung?

Es muss sich zuerst ein engagierter Lehrer oder eine Lehrerin finden, die den Wunsch nach digitaler Ausstattung haben, wie zum Beispiel nach Whiteboards, schnellem Internetzugang, VR-Brillen und Endgeräte für die Schüler. Im Lehrerkollegium und mit der Schulleitung findet dann gemeinsam eine Diskussion statt mit dem Ziel, ein konkretes Konzept für die Schule zu erarbeiten.

Ins Konzeptpapier gehören drei große Schwerpunkte: Die pädagogische Strategie, die technischen Anforderungen und die Beantwortung der Fragen zur Fortbildung der Lehrerschaft im Bereich Digitalisierung. Das Konzept schickt die Schulleitung dann an den Schulträger. Er sammelt die Anträge aller Schulen und leitet sie an das zuständige Bundesland weiter. Das Bundesland prüft die Anträge erneut und berät die Schulen bei der Antragsstellung. Fällt die Entscheidung positiv aus, steht einer Neuanschaffung des digitalen Equipments nichts mehr im Weg.

Die Idee: Die Fördermittel für Schüler

Da aus dem Fördertopf nur zwanzig Prozent der Fördermittel für mobile Endgeräte vorgesehen sind, ergibt sich für Schüler und Schülerinnen ein uneinheitliches Bild. Zur Unterstützung während der Corona Krise und der daraus erwachsenen Herausforderung des Homeschoolings war eine Sonderregelung eingeführt worden. Bis zum Jahresende 2020 war es der Lehrerschaft möglich, jedem einzelnen Schüler einen Computer in Form eines Laptops zur Verfügung zu stellen.

Das ist im Jahr 2021 nicht mehr möglich. Wenn wir die Zeit mal fünfzig Jahre zurückdrehen und das Schulsystem zu dieser Zeit betrachten, gab es folgende Regelung: Zu Beginn des Schuljahres bekam jeder Schüler neben einer Liste der neu anzuschaffenden Schulbücher einen Gutschein. Diesen legte er in einer Buchhandlung seiner Wahl vor und bekam kostenlos die Bücher ausgehändigt, Jahr für Jahr. Anstatt sich jetzt im Schulbetrieb mit gebrauchten Büchern herumzuschlagen zu müssen, wäre doch ein Laptop für alle die Alternative, vielleicht sogar schon zur Einschulung.

Tipps & Tools für den digitalen Unterricht

Das Klassenzimmer der Zukunft

Voraussetzung für das digitale Klassenzimmer wird eine schnelle Anbindung an das Internet sein. Die IT-Infrastruktur könnte so ausgelegt sein, dass mit Hilfe einer elektronischen Tafel der Unterrichtsstoff vermittelt wird und das leidige Abschreiben vom Tafelbild durch die Benutzung von Bluetooth und WLAN völlig entfällt. Auch Schullehrfilme könnten mit diesem Medium abgespielt werden. Wenn jeder Schüler über ein Tablet verfügt, sind Klassenarbeiten, wie zum Beispiel Multiple Choice Aufgaben völlig ohne Papier möglich. Für die Korrektur der Aufgaben stünde dem Lehrer eine Digitalschablone zur Verfügung. Die elektronischen Tafeln müssten allerdings so groß sein, dass auch Schüler in der letzten Reihe die Schrift gut lesen können müssen. Auch eine Sitzordnung im Halbkreis wäre eine Lösung für den effektiven Einsatz einer digitalen Tafel. Diese sind eine ideale Lösung, um den Lehrkräften die Vor- und Nachbereitung zu erleichtern und den SchülerInnen eine interaktive Lernatmosphäre zu bieten.

Veränderung des Menschen durch die Digitalisierung

Natürlich ist seit der Erfindung des Computers und des Internets einiges passiert. Doch besonders in den letzten jähren ist die digitale Infrastruktur gewachsen. Durch Lockdowns, Fernunterricht und die digitale Präsenz von Unternehmen wurde die Digitalisierung noch mehr gefördert. Die Bundesrepublik Deutschland schuf demnach ein Projekt, um das Lernen auf digitale Weise zu fördern. Der klassische Computerraum ist veraltet, die digitale Bildung soll in den normalen Klassenraum einziehen.

Digitale tafeln ersetzen den Beamer und Fernseher. Für SchülerInnen ist dieser Faktor einfacher zu lernen als für manche Lehrkräfte, denn diese sind nicht unbedingt mit digitalen Medien aufgewachsen und müssen daher ihre digitale Kompetenz noch erlernen. Doch trotzdem sollte die Förderung mit einem Zuschuss für Computer und digitale Projekte an Schulen vorangetrieben werden.

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