Geld verdienen und Geld sparen mit DHL

DHL Geld sparen und verdienen

Die DHL ist ein 1969 in San Francisco gegründetes Unternehmen für Paket- und Briefdienste und gehört seit 2002 zum Konzern der Deutschen Post. Der Name DHL setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der Firmengründer zusammen: Dalsey, Hillblom und Lynn.

Die Packstationen

Überall findet man sie, meist auf großen Parkplätzen der Discounter, die großen gelben Blechcontainer mit Fächern unterschiedlicher Größe, mit einem Touch Screen Display in der Mitte und einem kleinen Schlitz, hinter dem sich ein Scanner befindet. Auch ohne sich bei DHL angemeldet zu haben, kann dort jeder sein Päckchen oder Paket auf die Reise schicken. Mit einer speziellen App können sowohl Briefmarken als auch Paketscheine online gekauft werden. Als Zahlungsmöglichkeiten stehen Pay Pal, Kreditkarte, Lastschrift und Sofortüberweisung zur Wahl. Der Barcode wird an der Packstation abgescannt, dann erfolgt eine Auswahl der Fachgröße zwischen S und XL. Ins Fach der Größe S passt ein Aktenordner, in die Größe XL der Umkarton eines Staubsaugers. Paket oder Päckchen einlegen, Fach schließen und die Reise zum Empfänger beginnt. Wenn man bei DHL angemeldet ist, kann der Barcode der eigenen DHL Karte, der auch auf der DHL APP angezeigt werden kann, dazu benutzt werden, vorausgesetzt, der Barcode wird an der Packstation eingescannt, sich die Sendungsverfolgung direkt in die APP zu laden. Die Anmeldung bei DHL hat den großen Vorteil, dass man sich Pakete an jede beliebige Packstation in Deutschland schicken lassen kann, sei es eine auf dem Weg zur Arbeit oder in die Nähe seines Lieblingsdiscounters. Bis zum Jahr 2023 plant DHL mit insgesamt 12000 Packstationen für Deutschland.

Die Kosten einer Packstation

Voraussetzung für den Aufbau einer Packstation ist eine gewisse Anzahl von Quadratmetern und ein in der Nähe befindlicher Stromanschluss. Den Aufbau, die Wartung und weitere anfallende Kosten wie den Stromverbrauch übernimmt DHL. In ihren Publikationen versprechen sie dem Einzelhandel mehr Umsatz durch die Aufstellung einer Packstation. Es fallen keine Kosten an. Die Packstationen sind meist videoüberwacht und rund um die Uhr in Betrieb. Da sie jetzt vermehrt auf den Parkplätzen großer Discounter sichtbar werden, muss wohl von einem Nutzen in Form einer Umsatzsteigerung ausgegangen werden.

Der Paketshop

Zurzeit gibt es in Deutschland um die 27000 Paketshops, die Päckchen und Pakete annehmen oder zur Abholung bereitstellen. Für jede Entgegennahme oder Herausgabe eines Postgutes erhält der Besitzer des Paketshops von DHL einen Betrag in Höhe von 50 Cent. Durchschnittlich werden in einem Paketshop 400 Pakete pro Monat bewegt, was eine Mehreinnahme von zweihundert Euro bedeutet.

Wohnen im Dreiländereck

In vielen Berichten im Internet ist davon die Rede, dass in grenznahen aufgestellten Packstationen in der Regel nie ein Fach frei wäre, dass zur Aufnahme von Paketen bereit sei. Die Stadt Lörrach zum Beispiel liegt nur fünf Kilometer von der Schweizer Grenze und genausoweit von der französischen Grenze entfernt. Für ein Päckchen mit Sendungsverfolgung und 500 € Haftung von der Schweiz nach Deutschland muss ein Portobetrag bei Zustellung innerhalb von 4-7 Tagen in Höhe von 31,44€ bezahlt werden, Zustellung innerhalb von zwei bis drei Tagen 35,34€, bei Zustellung innerhalb eines Tages sogar 76,26€. (1 CHF Schweizer Franken= 0,92€) Fährt man kurz von der Schweiz nach Lörrach kostet das Porto, wenn man das Paket in der Packstation ablegt, gerade mal 4,99€ mit den gleichen Konditionen wie Sendungsverfolgung und Haftung bis 500€. Dafür muss man sich bei DHL nicht einmal angemeldet haben. DHL antwortet auf seiner Internetseite auf die Frage, ob man als volljähriger EU-Bürger ohne Wohnsitz in Deutschland ein Kundenkonto eröffnen kann folgendes: Ja, auch als Bürger der EU oder der Schweiz ohne Wohnsitz in Deutschland können Sie sich für ein DHL-Kundenkonto registrieren.

Zum Vergleich: Ein Paket von Deutschland in die Schweiz kostet, 2kg schwer, 12,70€ Porto. In diesem Preis sind weder eine Sendungsverfolgung noch eine Haftung integriert. Eine Haftung und Sendungsverfolgung existiert nur bei Paketen bis 5kg. Dann wäre ein Betrag in Höhe von 26,90€ als Porto zu bezahlen.

Päckchen von Österreich nach Deutschland und umgekehrt

Für ein Päckchen, 2kg, von Österreich nach Deutschland wird ein Portobetrag von 16,29€ fällig inklusive 0,20 Cent Maut. Für das gleiche Päckchen von Deutschland nach Österreich sind 13,99€ zu entrichten, beide mit Sendungsverfolgung und einer Haftung von bis zu 500€. So weit liegen die Portokosten nicht auseinander.

Wie kann man hohen DHL Portogebühren entgehen?

Man kann, wie in Lörrach geschehen, und das schon seit über zehn Jahren ein Paketdepot eröffnen. Mit der Anmeldung erhält der Kunde eine deutsche Lieferadresse.  Die Firma bietet einen großen Parkplatz, öffnet montags bis freitags von 8.30-19.30 Uhr und samstags von 8.00-17.00 Uhr. Die Firma bietet eine kostenfreie Verwahrung vom Brief bis zur Paletten Ware für einen Zeitraum von 4 Wochen an. Eine Verwahrgebühr fällt bei der Abholung an. Für die Abholung eines Briefes, Zeitschrift oder Illustrierte verlangt sie einen Euro und für Päckchen bis zwei Kilogramm Gewicht drei Euro. Für eine volle Palette werden für die Aufbewahrung zwanzig Euro Gebühr verlangt. Die Entsorgung der Kartonage, außer Styropor, vor Ort ist ebenso gratis, wie die E-Mail-Benachrichtigung beim Sendungseingang. Die Nähe zu Frankreich und der Schweiz machte es möglich, dass das Paketdepot bis jetzt einen festen Kundenstamm von über 20000 Personen hat. Das könnte doch ein gutes Vorbild sein, auch für andere Grenzregionen in Deutschland, sofern keine Harmonisierung der Postgebühren stattfindet und sehr große Unterschiede in den Beförderungskosten bestehen.

Bildquelle: Pixabay-User useche70

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