Deckt Ihre Immobilie wirklich die Altersvorsorge?

Altersvorsorge und Immobilien

Immer wieder berichten die Medien von der Investition in Immobilien als Teil der Altersvorsorge. Eine abgezahlte Immobilie, in der Sie im Rentenalter mietfrei wohnen, ist natürlich ein Gewinn. Der Wegfall der Raten für den aufgenommen Kredit sorgt für mehr finanziellen Spielraum, doch reicht Ihnen das mietfreie Wohnen im Zusammenspiel mit der Rente, welche einen Bruchteil Ihres bisherigen Nettoeinkommens sein wird? Aus diesem Szenario entwickelt sich häufig eine Rentenlücke, die dann zu einem Problem wird, wenn die niedrigere Rente trotz eigener Immobilie die Ausgaben nicht deckelt.

„Das Wohnen“ ist der Kostenfaktor

Das Wohnen wir immer teurer und wir geben mittlerweile in den beliebtesten Großstädten des Landes einen Großteil unseres Einkommens für das Wohnen aus. Gerade bei eigenen Immobilien wird der Kostenfaktor für Instandhaltung, Renovierung und Reparaturen häufig unterschätzt, denn das mietfreie Wohnen rückt bei den Überlegungen immer in den Vordergrund. Wenn Ihnen durch die Rente beinahe die Hälfte des Einkommens weg fällt und Sie vorher aber genau diese Hälfte für das Wohnen bezahlt haben, dann entsteht ein brenzliger Ausgleich zwischen Einnahmen und Ausgaben. Jede Reparatur kann Sie in eine finanzielle Herausforderung zwingen, die Sie bereits bei der Planung der Altersvorsorge beachten sollten. Zusätzliche Modelle und Investitionen für die Altersvorsorge sorgen da vor.

Wir haben ein spannendes Video zum Thema „Rentenlücke“ im Internet gefunden, welches uns dieses Szenario mit Hilfe einer klar definierten Ausgangslage anschaulich erklärt.

Die Rechnung ist für mich nachvollziehbar und unter den genannten Bedingungen für diese Rechnung auch einleuchtend. Sie können wunderbar anhand aktueller Kreditverträge für Ihre abzuzahlende Immobilie ausrechnen und sollten stets Ihre aktuelle Rente im Auge behalten.

Altersvorsorge beginnt mit Arbeitsantritt

Im Video wird von der beruflichen Karriere gesprochen und diese beginnt mit dem ersten Arbeitsvertrag nach einem Studium oder einer abgeschlossenen Berufsausbildung. Die meisten arbeiten die ersten paar Jahre, um das Startkapital für die Finanzierung einer eigenen Immobilie anzusparen. Danach beginnt die Arbeit für die Begleichung des Kredits, der im Schnitt zwischen 20-25 Jahre dauert. Innerhalb dieses Zeitraums sollten Sie aber nicht nur die Annehmlichkeiten der Immobilie im Auge behalten, sondern eben genau diese Rentenlücke berechnen. Sie verlieren als Rentner an Kraufkraft auch ohne die Zahlung einer monatlichen Miete. Um genau dies zu verhindern sollten Sie ausrechnen, ob es weitere Sparpotenziale abseits des Immobilienkredits gibt.

Nach dem Kredit ist vor dem Plan B

Wenn Ihre Karriere im Alter von 25-32 Jahren beginnt und Sie mit 30-37 Jahren die erste Immobilie finanzieren, dann entsteht bereits eine Lücke von 10-15 Jahren ohne die Ausgaben für den Kredit. Sie können je nach Einkommen parallel bereits in eine Alternative investieren oder Sie nutzen zumindest die Lücke bis zur Rente, um Ihre bisherige Rate weiter zu sparen, anzulegen oder zu investieren. Wenn Sie ihre Ausgaben aber an das neu verfügbare Einkommen anpassen, dann wird Ihnen am Ende genau dieses Geld für den Lebensabend fehlen. Um nach unserer beruflichen Karriere das Leben genießen zu können, kommen wir um das ununterbrochene Sparen also nicht drumherum.

Nennen Sie uns gerne Ihre Planungen für die Altersvorsorge in den Kommentaren. Bei mir ist es mittlerweile eine Mischung aus privater Altersvorsorge, einer betrieblichen Altersvorsorge und einer eigenen Immobilie.

Bildquelle: Pixabay-User wir_sind_klein

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